Trovaci -

 

 

"...Jenseits von vermeintlichen Balkan-Klischees gibt es hier Ska und Punk auf die schlaffen Ethno-Ohren! Was den Hörer erwartet ist enthusiastischer Ska-Punk und New Wave..." (TriggerFish)

Trovaci? Ja, Trovaci! Aus dem ehemaligen Jugoslawien? Ja, auch das!

Trovaci ist ein jugoslawischer Slangbegriff für alle, die gern und ausgiebig flirten. Das können Trovaci bestimmt. Aber hauptsächlich geht es doch um Musik. Nicht um althergebrachte Balkan-Folklore; kein Belgrader Soldatenchor wartet auf Euch, sondern eine mitreissende Mischung aus Punk, Ska, Reggae und Rock - alles Musik, die in den frühen Achtzigern auch im ehemaligen Jugoslawien Erfolge feierte. Ja, da tat sich mehr, als der durchschnittliche Leser ahnen wird: Die Unzufriedenheit mit Staat und Wetter fand - mal unterschwellig, mal deutlich - Ausdruck in den verschiedensten Musikrichtungen. Besonders die sogenannte "Jugoslawische Neue Welle" mit Bands wie Idoli, Sarlo Akrobata oder Haustor fand viele Anhänger. Mit dem Zerfall des Vielvölkerstaates verschlug es viele Musiker in alle Winde. Trovaci fanden sich in Düsseldorf.

Laut Sänger und Gitarrist Danko Rabrenovic wollten sie zunächst nur einige Stücke aus der guten, alten Zeit im kleinen Rahmen zum Besten geben können. Daraus entwickelte sich aber, nicht zuletzt dank des Anklanges, den die Musik auch außerhalb der "Ex-Jugo-Community" fand, schnell mehr.

2003 brachten die vier jungen Musiker aus dem ehemaligen Jugoslawien den Ringlokschuppen in Mühlheim an der Ruhr mit einem furiosen Auftritt zum Kochen. Und seitdem hat sich viel getan: Die Band war im Studio und hat im letzten Jahr ihre Debüt-CD, die BALKANPLATTE, veröffentlicht. Produziert wurde die Platte von einem der Protagonisten der "Yu New Wave", dem Frontmann der Kult-Band Idoli, Vlada Divljan. Und tatkräftige Unterstützung gab es von illustren Gästen wie dem Jazz-Gitarristen Miroslav Tadic und dem Grandseigneur des deutschen Ska und Reggae, Dr. Ring-Ding. So ist den 12 gecoverten Stücken eine ganz eigene Note verliehen worden.

Wer jetzt noch fragt, wie das Ganze denn nun klingt, dem sei wärmstens ein Konzert von Trovaci ans Herz gelegt. Und das wird angesichts der Spielfreude der vier "Womanizer" sicher schneller schlagen...

Trovaci sind:
Danko Rabrenovic - Gitarre / Gesang
Boris Rabrenovic - Gitarre
Aleksandar Glisic - Schlagzeug
Atila Djember - Bass

Diskographie:
CD - Balkanplatte (2004)
Beitrag auf Mondo Ska (GRO-081)

Website: www.trovaci.de

04.2005